DRG-Prüfstelle: Resultate der Kundenbefragung

Erstmals wurden die Kunden breit befragt, wie zufrieden sie mit der DRG-Prüfstelle des RVK sind. Sie stellen ihr ein gutes Zeugnis aus – machen jedoch auch einige Hinweise, wie der RVK die Prüfstelle weiterentwickeln kann.

Die Befragung hat sich im Wesentlichen mit den Schnittstellen der Organisation beim Versicherer, der Zusammenarbeit mit der DRG-Prüfstelle und der Weiterentwicklung befasst. Von 52 Kunden haben 37 die Umfrage vollständig ausgefüllt retourniert. Das entspricht einer beachtlichen Rücklaufquote von 71 Prozent. Zu den Kunden zählen Krankenversicherer, IV-Stellen und Unfallversicherer.

Organisation beim Versicherer

Die meisten Kunden setzen in der sogenannten Prüfstufe 2 eigene Mitarbeitende zur Triage der ausgelenkten Rechnungen ein. Allerdings haben sie festgestellt, dass in diesem Bereich der Bedarf an Know-how am grössten ist. Nicht überraschend sind die unterschiedlichen Rückmeldungen zum Einsatz eines automatischen Rechnungsprüfungssystems: Während die Krankenversicherer grundsätzlich ein solches System beim Betreiber der Datenannahmestelle im Einsatz haben, setzen die Invaliden- und Unfallversicherer (noch) keine Software zur Unterstützung ein. Bei den
Krankenversicherungskunden hat sich das System «Sumex DRG Expert» durchgesetzt.

Zusammenarbeit mit der DRG-Prüfstelle

Die meisten Kunden konnten mit der DRG-Rechnungskontrolle durch den RVK massgebliche Einsparungen erzielen. Das Kosten-Einsparungs-Verhältnis beträgt 1:4 und höher. Mit diesem Preis-Leistungs-Verhältnis sind 95 Prozent der Befragten zufrieden. Fast alle Kunden sind davon überzeugt, dass sich die Rechnungskontrolle auch präventiv auswirkt. 97 Prozent sind mit den Stellungnahmen durch die RVK-Codierärzte zufrieden. Über 90 Prozent der Kunden schicken ihre Mitarbeitenden in den Leistungsabteilungen in die verschiedenen DRG-Bildungsangebote,
die aus den Kursen Grundlagen, Vertiefung und Experte bestehen. Die Zufriedenheit mit den Kursen beträgt gar 100 Prozent. Die grössten Herausforderungen sehen die Kunden bei der Falltriage von der Prüfstufe 2 zur Prüfstufe 3 und der Fallbearbeitung in der Prüfstufe 2 durch die eigenen Mitarbeitenden.

Gezielte Weiterentwicklung

Dank diesen wertvollen Hinweisen kann der RVK sein Angebot noch besser auf die Kundenbedürfnisse ausrichten. Er wird weiterhin in die DRG-Prüfstelle investieren – mit diesen Schwerpunkten:

  • Erhöhung des Automatisierungsgrades
  • Optimierung der Prozesse und Reduktion der Komplexität
  • Festigung der Qualität der Stellungnahme
  • Stärkere Anpassung der Bildungsangebote an die Kundenbedürfnisse
  • Ausbau des Rechnungsprüfungsangebots für die Prüfstufe 2

Der RVK dankt seinen Kunden für die Rückmeldungen und die wertvollen Hinweise zur Optimierung der Abläufe und Angebote. Das insgesamt gute Ergebnis bestärkt die DRG-Prüfstelle im Wissen, auf dem richtigen Weg zu sein.

Was ist eine DRG-Prüfstelle?

Die DRG-Prüfstelle lässt Spitalrechnungen durch Codierärzte und medizinische Codierer überprüfen. Die Verbindung von ärztlichem Wissen und codiertechnischen Fähigkeiten ermöglicht eine vertiefte Rechnungsprüfung. Weiterbildungskurse, Coaching vor Ort, die Entwicklung von medizinischen Prüfregeln und die Durchsetzung von beanstandeten Rechnungen ergänzen das Angebot.

Der DRG-Rechnungsprüfungsprozess besteht aus drei Prüfstufen. Prüfstufe 1 ist die softwarebasierte Prüfung. Prüfregeln lenken auffällige Rechnungen automatisch aus. Die ausgelenkten Rechnungen werden in der Prüfstufe 2 einer Einzelprüfung durch medizinische Codierer unterzogen. Erhärtet sich der Verdacht auf Codierungsfehler, gelangen die Rechnungen in die Prüfstufe 3. Die Prüfstufe 3 kann durch die DRG-Prüfstelle des RVK vollständig übernommen werden.

 

 

 

Patrick Kellenberger

Patrick Kellenberger

Bereichsleiter Bildung + Events

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