Rückversicherung – GRV-Grundpflege: Rückblick 2016

Die RVK Rück AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dies ist auch auf die GRV-Grundpflege zurückzuführen, deren Ergebnis sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert hat.

Die Prämien der GRV-Grundpflege stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Millionen Franken an auf rund 5,0 Millionen Franken. Dazu beigetragen haben verschiedene Faktoren, wie der generelle Anstieg des OKP-Prämienvolumens, die Prämienanpassungen bei einzelnen Verträgen wie auch der Zugang eines neuen Kunden.

Die Leistungen der GRV-Grundpflege haben gegenüber dem Vorjahr um rund 0,4 Millionen auf 2,5 Millionen Franken abgenommen. Das Bruttoergebnis als Differenz zwischen Prämien und Leistungen war mit 2,5 Millionen Franken sehr positiv und hat sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert. Die Brutto-Schadenquote war mit 50 Prozent sehr niedrig. Dies ist erfreulich, konnte doch die Ertragssituation gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert werden.

Während die Gründe für den Anstieg des Prämienvolumens bekannt sind, sind die Gründe für den Leistungsrückgang unklar. Bei der Analyse der Rückversicherungsleistungen fällt auf, dass vergleichsweise wenige Hochkostenfälle zu verzeichnen waren. Vergleicht man den Mittelwert der fünf teuersten Rückversicherungsfälle der Jahre 2012 bis 2016, so stellt man fest, dass dieser 2016 tiefer liegt als in den Vorjahren (vgl. Tabelle). Zudem weisen im Jahr 2016 lediglich zwei der fünf teuersten Rückversicherungsfälle Bruttokosten von über 300 000 Franken auf, während in den Jahren 2012 bis 2015 jeweils alle fünf Rückversicherungsfälle Bruttokosten von über 300 000 Franken zur Folge hatten.

Wie die Auswertung zeigt, haben sich die Fälle mit den höchsten Kosten im Jahr 2016 gegenüber den Vorjahren rückläufig entwickelt. Dies ist ein Gegentrend zum sonstigen Trend der Kostenentwicklung. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine zufällige Schwankung, wie sie im Rückversicherungsgeschäft vorkommen kann. Eine weitere mögliche Erklärung für die vergleichsweise tiefen Kosten sind Abrechnungsverzögerungen bei Stammzell- und Organtransplantationen, die im zweiten Halbjahr 2016 durchgeführt wurden.

Ob das Ergebnis nun aufgrund von Zufälligkeiten oder von Abrechnungsverzögerungen positiv ausgefallen ist, lässt sich nicht abschliessend klären. In beiden Fällen wird sich die Situation wieder normalisieren. Der RVK erwartet deshalb für das laufende Jahr einen deutlichen Anstieg der Rückversicherungsleistungen, dies bei einem gleichbleibenden Prämienvolumen.

Peter Aregger

Peter Aregger

Bereichsleiter Versicherungen

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